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| Richtfest für Anbau Wiese |
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Poster: Jörg - Datum: 11.07.2008, 16:27 |
Neubau statt Sanierung
ASCHARA. Einsturzgefahr. Als die Ascharaer hörten, was dem Anbau ihres Bürgerhauses drohte, zögerten sie nicht lange. Mit vereinten Kräften und Hilfe der Stadt sorgten sie für Ersatz. Nun wurde Richtfest gefeiert.
Schöne Erinnerungen verknüpfen die Ascharaer mit ihrem Bürgerhaus "Zur Wiese". Hier erhalten die Kinder ihre Zuckertüten, hier werden das Spatzenfest und Familienfeste gefeiert. Entsprechend groß war die Aufregung, als der Baugrund nachgab und der Anbau, in dem unter anderem eine Garage untergebracht war, immer weiter absackte.
Trotz der schlechten Nachrichten behielten die Ascharaer einen kühlen Kopf und kalkulierten durch, was teurer ist: Sanierung oder Abriss und Neubau. Der zweiten Variante gaben sie schließlich den Vorzug und fanden in Bad Langensalzas Bürgermeister Bernhard Schönau und dem Stadtrat gute Verbündete. "Wir haben alle Unterstützung bekommen. Ich kann wirklich nicht behaupten, dass sich die Stadt nicht um die Ortsteile kümmert", lobte Ortsbürgermeister Martin Rühl. 30 000 Euro flossen, mit denen das ortsansässige Bauunternehmen Volkmar Winter ein neues Fundament goss, den Rohbau hochzog und den Dachstuhl setzte.
"Die Ascharaer haben aber vor allem mit viel Eigenleistungen dazu beigetragen, dass sie nun ihr Richtfest feiern konnten", lobte Volker Allstädt vom städtischen Bauamt. Der Dorfverein übernahm den Abriss, kümmerte sich um Erdarbeiten und wird auch Hand anlegen, wenn es an den Innenbau geht. Der soll noch in diesem Jahr beginnen - sobald das Dach gedeckt ist. "Die dafür nötige Summe steht schon im Nachtragshaushalt", verriet Allstädt.
Mit dem Neubau schlugen die Ascharaer gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Der Jugendclub kann in den Keller einziehen. Es wird einen Vereinsraum geben und unter das Dach zieht das Gemeindebüro, so dass die Mietausgaben, die bisher dafür gezahlt werden, wegfallen können.
Die Wiese als solche sei so weit in Ordnung, sagte Rühl. Sie bekommt vielleicht noch einen neuen Farbanstrich, ebenso in Eigenleistung, verriet der Bürgermeister. Auch an die Kleinsten im Ort wurde gedacht: Direkt neben dem Neubau wurde der Spielplatz erweitert. Eine zusätzliche Wippfigur und eine Tischtennisplatte stehen dort. Auch die neue Seilbahn fasziniert die Kinder. In Kürze entsteht auch noch eine Sandkiste. Die Bauarbeiten werden die Ascharaer noch bis 2009 beschäftigen. Dann wird die Drainage gelegt und das Umfeld gestaltet - damit das Wiesenidyll wieder ungetrübt ist..
Britt MANDLER
Quelle: Thüringer Allgemeine vom 11.07.2008 |
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