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Kirmes in Aschara 2003

Mit großem Humpen und kräftigem Salut


Unverkennbar präsentierten sich am ersten Novemberwochenende wieder die 17 Kirmesburschen mit der roten Rose am Revers ihrer Anzüge. Aber auch ihre 17 Mädel konnten sich sehen lassen in ihrer Festtagskleidung. Ascharas Kirmesgesellschaft hatte die Kirmes mit einem Gottesdienst in der St.-Petri-Kirche, einer Kranzniederlegung vor dem Ehrenmal und den Salutschüssen der Schützen des Ortes vor dem Gotteshaus eingeläutet. Richtig ab ging die Post dann in den Abendstunden des Freitags mit dem Anblasen der Kirmes vor Gasthaus "Zum Anker" durch den Heuberger Gaudi-Express. Im Gastraum dagegen war ein guter Zug gefragt, denn der riesige Humpen fasst immerhin drei Liter Bier. Immer wieder machte er die Runde. Tags darauf zogen die Kirmesburschen und -mädchen von Haus zu Haus und brachten jeder Familie das traditionelle Ständchen dar. Und auch das Tanzbein wurde kräftig geschwungen.

 

Wie immer kommen nun ein Paar Bilder und die Rede zur Beerdigung der Kirmes - wo bleibt nur die Rede von 2002 ???

Einen Kommentar zu den Bildern spar ich mir, die Bilder können durch anklicken vergrößert dargestellt werden.

Hier noch einige Bilder von den Ständchen der Kirmesgesellschaft in der Neuen Straße

Kirmesrede 2003

 Wieder ist ein Jahr vorüber

und so sieht man sich mal wieder.

Zum großen Finale

in diesem wunderschönem Saale.

Die Neuigkeiten sind so rar

von schönen Dingen ganz und gar.  

 

Die alte Kirmesgesellschaft hatte zur letzten Kirmes eine Feier

und vorne weg der Torsten Heyer.

Die machten schon am Samstag einen Schoppen,

den konnten wir am Sonntag kaum noch toppen.

Zwischendurch ging es noch zur Bundesliga, gemeinsam.

Sonst ist es schließlich tagsüber so einsam.

Sie hatten sich über den Tag so zugeschalt,

da  wurde man am Abend nicht sehr alt.

Vom Alkohol waren sie so benommen,

vor allem Torsten hat nicht mehr viel mitbekommen.

Wir alle können es heute noch nicht fassen,

Torsten hatte schon vor zwölf den Saal verlassen.

 

Der Patrick Schmidt das ist ein ganz Lieber,

jetzt hat er auch seinen Führerschein wieder.

Zu seinem Geburtstag kam mit tatütata

auch die Polizei vorbei.

Doch sie kam nicht zum Gratulieren

sondern um den Führerschein zu konfiszieren.

Der Schmidti hat meist doppeltes Pech,

den Lappen hatte er wieder, doch die Heckscheibe war wech.

Aus Freude über das Wiedersehen mit Schmidtis schönem kleinen Wagen,

hat Stefan Seidel ihm prompt die Heckscheibe raus geschlagen.

Beim Sommernachtsball hatte Patrick die Wacht,

er schlief in seinem Auto die ganze Nacht. 

Damit so etwas nicht noch einmal passiert,

wurde er zum Gewerbefest von Karina nach Hause geführt.

 

 

Gestern Abend sah man Kerstin und Dieter Krauslach,

zur Kirmes gehen,

in Klamotten wunderschön.

Doch nach einem verschütteten Bier um Zwanzig Uhr Zehn,

war es um Kerstins schöne Garderobe geschehen.

Der Dieter ahnte schon was auf ihn zu kam,

als Kerstin nach Hause ging und die Samstags Garderobe

aus dem Schrank nahm.

Man konnte es  Dieters Gesicht ansehen,

mit was wird sie morgen zur Kirmes gehen.

Am Samstag Morgen, so gegen Zehn,

sah man Kerstin und Dieter zum Ballausstatter gehen,

Drum Kirmesgesellschaft einen Schnaps für den Dieter her,

sein Portmonaise ist bestimmt leer.

 

 

Die Musik die in der Wiese so gemacht,

hat schon manchen um den Schlaf gebracht.

Zum Sommernachtsball gab es harten Rock,

da ging so mancher heim am Stock.

Auch am dritten Oktober gab es einen musikalischen Leckerbissen,

hätte ich nur meine Ohrstöbsel nicht weg geschmissen.

Der Geiger spielte wirklich nicht schlecht,

aber den ganzen Abend, ich weiß nicht recht.

Mit der Getränkeversorgung war es auch so eine Sache,

Braunen ,Weisen, Wein, Sekt, gab es nicht, das ich nicht lache.

Nach kurzer Zeit sah man Leute verschwinden,

zurück kamen sie mit großen Gebinden.

Selbstversorger werden die genannt,

die da waren schnell mal heim gerannt.  

 

HEULEN

 

Unser weißes Haus steht nun auch wieder leer,

Asylanten und Einwanderer kommen nicht mehr.

Das hat uns jedenfalls der Zanker versprochen.

Wir werden es sehen und wollen darauf pochen.

 

Im letzten Jahr gab es einen Weihnachtsmarkt in unserem Kindergarten,

die Leute kamen zahlreich und mit großem Erwarten.

Der Glühwein schmeckte die Bratwurst auch,

hoffentlich wird das in Aschara zum Brauch.

 

Die Original Kastelruther Spatzen,

ließen zum Gewerbefest, das Zelt bald platzen.

 Doch so echt konnten die gar nicht gewesen sein,

denn Volkmar Winter drosch hinten auf das Schlagzeug ein.

 

In unserem Gasthaus zum zockenden Wirt, bekommt man

nichts zu essen auch wenn es im Bauch noch so klirrt,

aber viele andere Aktivitäten kann man hier erleben.

Einen Videotauschring soll es da geben.

Wattenbach, Struppi und Krause tauschen da

Filme für zu Hause.

Was das für Filme sind, kann ich nicht sagen,

da müsst ihr sie schon selber fragen.

Dann ist da noch der Ali da,

topfschwarz ist der aus Afrika.

Der verwandelt die Kneipe in einen Klamottenladen,

von Ali kannste alles haben.

Da wird auch schon mal was anprobiert,

und die Stachelbeerbeine vorgeführt.

Ali kommt mit einer Tasche hin,

doch da ist mehr als bei Schwarzkopf in Langensalza im Laden drin.

Hat man das alles einmal gesehen ,

kann man auch den Begriff

Erlebnisgastronomie

verstehen.

 

HEULEN

 

Marko Krause der war schlau,

er brauchte Strom für seinen Bau.

Er stellte Ringo an zum schachten,

an versteckte Strippen sie nicht dachten.

Ringo griff mit dem Bagger zweimal hin,

schon hatte er ein Kabel in der Schaufel drin.

Kurz darauf war große Not,

in der Nachbarschaft waren alle Telefone tot.

Dem Marco war das nicht geheuer,

denn statt billig, wurde es nun teuer.

 

Vor nicht allzu langer Zeit,

machte sich Aufregung in Aschara breit.

Es wurde geflüstert, hast du sie schon gesehen,

war sie schon bei dir,

gestern war sie dreimal hier.

Es wurde beobachtet und sich umgesehen,

bei manchem mussten Radio und Fernseher leiser gehen,

bei anderen sind sie auch ganz verschwunden,

ich hoffe ihr habt sie wieder gefunden.

Jetzt wisst ihr alle wen ich meine,

die GEZ-Tante die ganz Gemeine.

Schönes Auto haben sie da,

zack das Autoradio schon gesehen,

300 Euro auf wieder sehen.

Nach einer Woche sahen wir sie endlich gehen,

ich hoffe wir werden sie sobald nicht wiedersehen.

 

Heulen

 

Unsere Kirche hat man renoviert,

insbesondere der Kirchturm wurde neu saniert.

Dabei hat man wohl einiges nicht richtig durchdacht,

und die Kugel viel zu weit oben angebracht.

Jetzt klemmt sie gleich unter der Fahne,

das ist wahrlich nicht aller erste Sahne.

Auch sind am Turm nur drei Seiten verputzt,

da hat der ein oder andere schon mal gestutzt.

Ist das jetzt modernes Design,

oder spielen da andere Gründe rein.

Auch die Feuerwehr zum Einsatz kam,

sie legte halb Aschara über Stunden lahm.

Der Dachaufzug war bedenklich ins wanken geraten,

man befürchtete großen Schaden.

Die Kiste die war so vertrackt,

das haben die Ascharaer nicht alleine gepackt.

Die Kernstadt Wehr mit schwerer Technik erst hat es gemacht,

sie hat den Aufzug nach unten gebracht.

Die Feuerwehr gab es auch schon im mittelalterlichen Jahren,

das konnte man in Langensalza beim Mittelalterstadtfest erfahren.

Zum Glück sind die Kettenhemden heute aus einem anderen Material,

sonst wäre es geworden für unseren Hans-Ulrich eine schlimme Qual.

Man konnte es ganz deutlich sehen,

das Kettenhemd musste sich mächtig dehnen.

 

Heulen

 

Mit dem Maibaum wollte es in diesem Jahr auch nicht passen,

Der war wahrscheinlich so groß,

den musste man wohl gleich im Walde stehen lassen.

Wir hatten dann einen klitzekleinen Baum,

gesponsert von Sandra Haun.

 

Die Fenster in der Tür der alten Schule,

sind schmal und klein,

da kommt keiner rein.

Frank Dreesgrönemeyer, saust aus Sandras Wohnung raus,

die Tür fällt zu, die Schlüssel sind drin,

wie komme ich jetzt zum Fußball hin.

Raus ist nicht rein,

Frank nicht faul und schwingt das Bein.

Das Bild wie er da raus gekommen,

hätte ich gerne mit der Kamera aufgenommen.

 

Die Ursula Kern, hat sich beschwert,

das Pille und Heino, so laut Moped fährt.

Hätten die zwei sie ernst genommen,

wären sie ohne Schmaucher davon gekommen.

Da wir die Zeit der Hexen nicht mehr kennen,

sollten wir es einfach Ursula-Kern-Krankheit nennen.

 Heulen

Marko, Futscher und Tobias, wollten dieses Jahr

In den Urlaub fliegen,  Bulgarien sollte es sein.

Schnell und billig, geht selten gut, drum holen wir Informationen ein.

Das ist prima, das ist auch nicht schlecht,

der dritte sagt,: ach ich weiß nicht so recht.

Sie hatten sich zu lange entschieden,

eine Reise nach Bulgarien war nicht mehr zu kriegen.

Nach langen hin und her,

meinten sie, das die Türkei das beste wär.

In der Türkei angekommen,

hat man sie sich gleich vorgenommen.

Das Hotel ist voll, da könnt ihr nicht hin,

da kriegen wir keinen von euch mehr rinn.

Ein neues viel schöneres Hotel wurde ihnen gegeben,

sie sollten darin wahre Wunder erleben.

Vor dem Hotel von einem Müllberg begrüßt,

drinnen von fauligem Geruch die Luft versüßt.

Abends gegen zehn wurde der Strom schon mal knapp,

da machte dann auch die Klimaanlage schlapp.

Auch waren überall Russen da,

genau wie zu Hause in Aschara.

Öker Tours  „mehr Urlaub“ , das sei denen unbenommen,

die Drei sind sich nur verarscht vorgekommen.

 

Ein Mann sein Name sei hier nicht genannt,

war krank, in die Apotheke ist er gerannt.

Dort hat man ihn sehr ernst genommen,

er hat auch ein Rezept bekommen.

Zwanzig Pillen in der Packung drin,

schiebst du dir täglich dreie rinn,

und das machst du sechs Tage lang,

dann bist du ein gesunder Mann.

Die Worte der Apothekerin im Ohr,

ging der Mann dann auch so vor.

Am Ende der Behandlung angekommen,

hatte er achtzehn Pillen eingenommen.

Zwei Pillen habe ich übrig,

die schaffe ich doch in die Apotheke zurück.

Das Geld das lass ich mir wiedergeben,

davon kann ich zwei Jahre leben.

Ich weiß nicht was die Apothekerin gedacht,

als ich das hörte, habe ich nicht gelacht.

Und sein Name ist, das

errät hier im Saale keiner,

es ist unser Heiner!

Heulen

Trotz allem werden wir nicht verzagen,

und die Kirmes zu Grabe tragen.

  Trinkt noch ein Tröpfchen

und tanzt bis in die Früh,

geht morgen zum Schoppen, last die Sorgen zu Haus,

es lebt jeder nur einmal und das nutzet aus!

Wir stoßen an mit viel Getose

und  schubsen um die stinkende Schoße.

Es lebe die Kirmes der Sex und der Suff,

der heilige Vater der Papst und der Puff.

 

Seit fünfzehn Jahren ist sie immer die gleiche,

unsere wunderschön duftende Leiche.

Er und sein Auto haben noch einmal TÜV bekommen

für ein paar Jahre.

Und wir hoffen er liegt auch nächstes Jahr

hier auf der Bahre.

Denn ohne Leiche keine Beerdigung

und ohne den Doc keine Leiche

sonst wäre die Kirmes nicht mehr die gleiche.

 

Also lieber Doc,

hier hat die Kirmesgesellschaft

weder Kosten noch Mühe gescheut

und extra nur für dich eine

super, sonder, spezial limited Edition

Fahne

herstellen lassen.

 

Überreicht für treue Dienste auf der Bahre!

 


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