

Thüringer Allgemeine vom 29.09.2007
Inuma: Tausendmal
Pflanzenschutz
ASCHARA.
Die 1000. Spritze wurde gestern bei der Inuma-Fahrzeugservice übergeben. Die
Belegschaft feierte, das Management blickte auf die Geschichte zurück und ist
guter Dinge fürdie Zukunft. 1991 wurde die Inuma, was für Instandhaltung und
Maschinen steht, gegründet. Gestern wurde beim "Spezialisten für
Pflanzenschutztechnik" die 1000. Spritze übergeben, an die Agrargenossen- schaft
in Abtsbessingen. Dass es nicht wieder 16 Jahre dauern soll, bis die 2000.
Maschine in der Halle steht, das stand für die beiden Geschäftsführer, Matthes
Lauenstein und Klaus Kliem, fest.
Hinter dem Optimismus stehen Zahlen: Im vorigen Jahr wurden 70 Spritzen
verkauft, in diesem Jahr wird voraussichtlich die 100er-Marke geknackt, und für
2008 stehen 125 Spritzen als Planziel. Zwischen 30 000 und 100 000 Euro reicht
die Spanne beim Verkaufspreis. Neben Ostdeutschland sind vor allem die Länder
Osteuropas mit ihren großen und zusammenhängenden Flächen ein Markt für das
Ascharaer Unternehmen. Mit der großen Baureihe, der "Marathon", ist man nicht
umsonst Marktführer in Deutschland. Mit dieser Spritze kann auf einer Breite von
36 Meter gearbeitet werden, 9000 bis 14 000 Liter fasst dabei der Tank für den
Pflanzenschutz.
Fünf bis zehn neue Leute könnten im nächsten Jahr einen festen Arbeitsvertrag
bekommen, kündigte Lauenstein an. Zurückgreifen will das Management dabei auf
Kollegen, die derzeit über eine Zeitarbeitsfirma angestellt sind. 68 Leute
stehen mit Stand von gestern auf der Lohnliste, dazu kommen 13 Lehrlinge.
Begonnen wurde 1991 mit 43 Beschäftigten, die, umgerechnet, 1,6 Millionen Euro
Umsatz erwirtschafteten. Voriges Jahr wurden bei dieser Position 6,4 Millionen
Euro verbucht.
Ausdrücklich bedankte sich Lauenstein, der den Erfolg selbst "nur auf einem
kleinen Stück" begleitet hat, bei den Mitarbeitern. Vor allem bei denen, die von
Anfang an dem Unternehmen die Treue gehalten haben. Auf sie baut er auch, was
den Erfolg in der Zukunft anbelangt. Matthias SCHENKE
Thüringer Allgemeine vom 31.03.2007
Großartiges für die eigene
Zukunft geleistet
ASCHARA. Elf Schüler von der Regelschule Aschara
hatten sich an der gemeinsamen Aktion "Leistung lohnt" der Industrie- und
Handelskammer (IHK) Erfurt und der "Thüringer Allgemeine" beteiligt. Die besten
von ihnen wurden gestern ausgezeichnet. Sie sind jung, sie haben Pläne und sie
sind aufgewacht. Haben diese Lethargie, die in Faulheit endete, verlassen. Denn
sie haben begriffen, dass nur sie allein das gestalten können, was auf sie
kommt: ihre Zukunft. Teilweise um mehr als eine ganze Note haben sich Schüler
der Regelschule Aschara seit September vergangenen Jahres verbessert. Sie hatten
einen Durchschnitt, der schlechter als 3,5 war. Und nun bewegen sie sich im
Zweierbereich - angespornt durch die Aktion "Leistung lohnt". Ihre
Auszeichnungen erhielten Eva-Maria Steinau, Isabell Gläßner, Jaqueline Weneburg,
Christian Braunschweig und Stefan Gutsche gestern von IHK-Vertreterin Birgit
Streich. Diese Zertifikate können sie den Bewerbungen beilegen - schließlich
verbessert dies den Eindruck der potenziellen Chefs über den Bewerber. Obwohl
die Aktion vorbei ist, wollen die Jugendlichen weiter an ihrem Durchschnitt
arbeiten und noch leistungsstärker werden. Anja DEROWSKI
Thüringer Allgemeine vom 21.02.2007
Arbeiten am Wir-Gefühl
BAD LANGENSALZA. Eine neue Leiterin hat seit wenigen
Tagen die Friederikentherme in Bad Langensalza. Sandra Haun wechselte aus der
Touristinformation in die Wellness- und Freizeiteinrichtung.Was Touristen
wünschen, hat Sandra Haun von der Pieke auf gelernt. Die gebürtige Ascharaerin,
die zunächst bei der Stadtverwaltung lernte, war über Jahre hinweg in der
Touristinformation Ansprechpartnerin für die Gäste der Stadt.
Als das Angebot kam, die Therme zu leiten, zögerte die Betriebswirtin nicht
lange. Inzwischen hat sie ihr neues Büro mit Blick auf das Außenbecken der
Therme bezogen. Das entspannende Umfeld täuscht aber über eines nicht hinweg:
Vor Sandra Haun liegen große Aufgaben. Denn die Tourismuslandschaft hat sich
deutlich gewandelt. Die Ansprüche der Gäste steigen - und daran müssen die
Angebote der Therme angepasst werden. Ein erster Schritt ist unter Kurdirektorin
Dr. Bettina Aschenbrenner und Wolfgang K. Lutz, Geschäftsführer der
Kurgesellschaft, bereits erfolgt. Nun soll Sandra Haun das Begonnene
vorantreiben. Dazu gehören innerbetriebliche Veränderungen ebenso wie neue, auf
die Gästewünsche abgestimmte Angebote.
Sandra Haun ist dabei vor allem eines wichtig: Sie will nicht im Alleingang
Entscheidungen treffen, sondern gemeinsam mit den Thermenmitarbeitern ein
"Wir-Gefühl" entwickeln, das bisher noch nicht besonders ausgeprägt gewesen sei.
Für den Gast dürfe nicht erkennbar sein, dass es mehrere Abteilungen in der
Therme gebe. Vielmehr müssen sich Einrichtung und Belegschaft als Ganzes
präsentieren - mit einem Ziel: dem Wohl der Gäste. Die neue Chefin an Bord
zweifelt nicht, dass das bald gelingt.
Thüringer Allgemeine vom 25.01.2007
Fette Zeilen für Jugendliche
Aschara (bm). Selbstständig machten sich vor wenigen
Wochen sieben Jugendliche der Regelschule Aschara. Sie leiten die Schülerfirma
Crazy Print SGmbH, die bald eine Zeitung herausgeben will. Stark gestiegen ist
in den vergangenen Jahren die Anzahl der Schülerfirmen. Die Unternehmen werden
von Jugendlichen gegründet, funktionieren wie richtige Betriebe, erwirtschaften
aber keinen Gewinn. Sinn der Schülerfirmen ist, dass die Jugendlichen in der
Praxis ausprobieren, was sie im "Wirtschaft und Recht"-Unterricht gelernt haben.
Wer nicht aufpasst, geht pleite. Wer sich reinkniet, hat Erfolg.Erfolg wollen
natürlich auch die sieben Jugendlichen aus Aschara haben. Unterstützt wurden sie
bei der Gründung von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Drei Jahre lang,
so das Konzept, soll die Firma mindestens bestehen. Für die Schüler bedeutet
das, schon jetzt nach Nachwuchs zu suchen. Denn bereits im kommenden Schuljahr
steht ein Generationswechsel an.
Auf Mitarbeiterwerbung sind sie bereits gegangen. Aber es gab auch eine große
Umfrage. "Wie soll die Schülerzeitung heißen?", wollten sie herausfinden.
Etliche Vorschläge gingen ein, wurden aber auch wieder verworfen. Nun steht
fest: Die "Fette Zeile" soll alle zwei Monate erscheinen. An der
Premierenausgabe wird derzeit gearbeitet. Spaß-Themen wie Horoskope, Rätsel und
Comics sollen sich ebenso wiederfinden wie Dinge, die in der Schülerschaft
diskutiert werden. Auch Konflikten wollen die Jungredakteure nicht aus dem Weg
gehen. So thematisieren sie den Projekttag der Regelschule, der in Lützensömmern
stattfinden soll. Davon sind nicht alle Schüler begeistert. Die Redakteure
wollen nun Werbung machen für diesen Ausflug, den sie selber richtig gut finden.
Beim Erarbeiten der ersten "Fetten Zeile" merkten die sieben Schüler und ihre
Betreuerin Heidi Ludewig allerdings, dass sie - wie jeder Firmengründer - doch
ein wenig Hilfe brauchen. Wo finde ich Themen für die Zeitung? Was ist bei der
Seitengestaltung zu beachten? Welche journalistischen Kniffe darf man anwenden,
um an Informationen zu gelangen? Diese Fragen stellten die Jugendlichen gestern
Nachmittag in der Lokalredaktion der "Thüringer Allgemeine" in Bad Langensalza.
Bis zur Erstausgabe der "Fetten Zeile" werden sie noch weitere fachliche Hilfe
bekommen. Das Zeitungmachen wollen sie aber ganz alleine lernen - durch
Ausprobieren. Ein Firmenzimmer haben sie in ihrer Schule schon eingerichtet. Nun
wird Technik angeschafft. Denn die Firma will mehr als nur Zeitungen füllen.
Auch Jahrbücher, Visitenkarten und Handzettel sollen entstehen. Profitieren
könnten davon auch die Partnerunternehmen, die die Regelschule bereits seit
Jahren unterstützen.
Thüringer Allgemeine vom 08.11.2006
Leistung lohnt:
Vorsprung durch Praktikum
ASCHARA. "Leistung lohnt". An diesem Wettbewerb von "Thüringer Allgemeine" und
Industrie- und Handelskammer haben sich elf junge Damen und Herren der
Regelschule Aschara beteiligt. Unter ihnen Daniel Kettner, der einen
i-Pod-shuffle gewann. Ob Daniel Kettner (Foto) Erfolg im Wettbewerb "Leistung
lohnt" hat, das steht noch nicht fest. Glück hatte der 16-Jährige aber schon: 20
originale i-Pod-shuffle wurden verlost, einen gewann Daniel. Der junge Mann, der
gern am Computer sitzt, freute sich gestern bei der Preisübergabe. Lassen sich
doch auf das Gerät 12 Stunden Musik oder 240 Lieder überspielen."Oder englische
Texte zum Lernen", ergänzte Schulleiterin Karin Giese - und war da wieder beim
Thema Leistung. Daniel nimmt nicht von ungefähr am Wettbewerb teil. Ein
Durchschnitt in den Hauptfächern von bisher 3,8 und der Berufswunsch
Kfz-Mechatroniker, das passt nicht zusammen. Das machten IHK-Regionalchefin
Birgit Streich und Ausbildungsleiter Dietrich Hertam deutlich. Bessere Noten,
das bedeute bessere Chancen, was Daniel freilich nicht neu war. Sein Ziel ist,
den Durchschnitt bis zum Halbjahreszeugnis auf mindestens 3,4 zu verbessern -
und er möchte zu den 30 Schülern gehören, die den größten Sprung nach vorn
machen. Die werden nämlich vom Erfurter IHK-Chef, Gerald Grusser, in Obhut bei
der Ausbildungsplatz-Suche genommen. Dass der 16-Jährige Reserven hat, das
räumte er gestern frank und frei ein. "Ich bin einfach zu faul." In einem
anderen Punkt hat Daniel einen Vorsprung: Er hat in seinem Wohnort Wiegleben
bereits in einer Kfz-Werkstatt ein Praktikum absolviert - und von Firmenchef
Enrico Werner viel Lob bekommen. In der achten Klasse, im "Probelauf" arbeitete
der Schüler bei der Inuma-Fahrzeugtechnik. Dass man mit guten Leistungen im
Praktikum schlechte Noten relativieren kann, bestätigte Hertam. Aber: "Zur Lehre
gehört auch immer die Theorie." Der Ausbildungsleiter empfahl aus Erfahrung,
sich nicht nur auf einen Beruf zu versteifen. Auch hier gebe es Hilfe von der
Industrie- und Handelskammer.Dass die Schule Daniel und alle anderen beim Thema
Ausbildung nicht hängen lasse, versicherte Frau Giese. Von einer sehr
engagierten Beratungslehrerin, von Dagmar Tirsch, berichtete die Schulleiterin,
ebenso von der guten Zusammenarbeit mit Industrie und Landwirtschaft in der
Region, vor allem mit der Adib-Firmengruppe. Wie wichtig man die Sache an der
Schule nimmt, das beweisen auch Zahlen. Elf junge Damen und Herren beteiligen
sich an "Leistung lohnt". Im ganzen Unstrut-Hainich-Kreis sind es 95 an 15
Schulen.
Thüringer Allgemeine vom 12.09.2005
Gewerbefest in Aschara mit
58 Ausstellern
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RUNDGANG: Geschäftsführer
Jürgen Werner berichtete auf der Ascharaer Gewerbeschau über sein
Unternehmen, das Baugeschäft Heinz Werner. TA-Foto: M. SCHENKE |
ASCHARA. Rekorde vermeldet das Gewerbefest in
Aschara. Zur elften Auflage am Wochenende waren 58 Aussteller gekommen. So viele
wie noch nie. Zudem sponserten 17 Firmen aus der Region die Messe. Totgesagte
leben einfach länger. Das gilt auch für das Ascharaer Gewerbefest. Das sagte zur
Eröffnung der einzigen derartigen Messe in der Region Dr. Karl-Heinz Bodenstein
von der das Fest organisierenden Arbeitsgemeinschaft. Mit 58 Austellern wurde
eine neue Bestmarke gesetzt. Zudem unterstützten 17 Firmen die Messe. Willkommen
waren zum ersten Mal auch Unternehmen, die nicht aus dem Bad Langensalzaer Süden
und aus Tonna kommen. Neu dabei war beispielsweise der Nägelstedter Knut Seifert
mit seiner Firma für Heizung und Sanitär. Platzhalter in diesem Gewerk war
bisher die Harthauß GmbH aus Burgtonna. Wegen vieler Aufträge habe man aber in
diesem Jahr keine Zeit gefunden, auf der Messe auszustellen, bedauerte
Geschäftsführer Heiko Zinn. Den Platz habe er Seifert gern überlassen, und er
hätte nichts einzuwenden, wenn der auch im nächsten Jahr wiederkäme. Überhaupt:
Nur gemeinsam könnten die kleinen Firmen aus der Region den großen Paroli
bieten, warb Zinn grundsätzlich für mehr Zusammenarbeit.Zusammen arbeiten auch
seit mehreren Jahren das Baugeschäft Heinz Werner und die Firma Krause-Service
aus Aschara, die an einem Gemeinschaftsstand ausstellten. Nichts Neues konnte
Jürgen Werner vom Baugeschäft berichten, wie in den vergangenen sieben Jahren.
Nichts Neues, das ist bemerkenswert. Denn es bedeutet beim Baugeschäft in der
von Krisen in Mitleidenschaft gezogenen Branche, dass man nach wie vor 70
Beschäftigte hat - und für die genügend Arbeit. Bei Werner bis Anfang 2006. "Wir
schaffen Neues", so hatte die Firma in diesem Jahr ihren Messestand
überschrieben. Neues, das sind beispielsweise die Wohngebiete am Rosengarten und
an der Ostsiedlung in Bad Langensalza, der Busbahnhof in Gräfentonna und die Bad
Langensalzaer Umgehungsstraße. Hoffnung mache zudem die Submission für den neuen
Magnoliengarten in der Kurstadt, schilderte Jürgen Werner. Traditionen werden
aber auch gepflegt, und das ist bei Werner der Abriss. Kasernen in Kassel und
Dortmund, das Sportgymnasium in Oberhof und Häuser in der Gothaer Altstadt
zählte Bauleiter Ralf Werner auf. Hauptsächlich in Thüringen sucht die Firma
ihre Aufträge, höchstens einmal im Jahr, zur Abwechslung, im Westen. Über den
Winter werden die Leute nicht entlassen. "Aus moralischer Verpflichtung", sagte
Jürgen Werner. Ein großer Teil sei seit 15 Jahren mit im Boot. Auf der anderen
Seite stärke man bei den Mitarbeitern so die Motivation. "Die meisten sehen das
so, einige allerdings muss man daran gelegentlich erinnern", berichtete Karsten
Werner von seinen Erfahrungen als Chef.Bei vielen Aufträgen arbeitet die Firma
Krause-Service als Subunternehmer für Werners. In guter Partnerschaft, sagte
Marko Krause. Kleinere Sachen werden vom Sub erledigt, beispielweise
Pflasterarbeiten. Von "Eckenkackern" sprach Krause, drückte das aber etwas
derber aus. Auch wenn es beim Service-Unternehmen schon bessere Zeiten mit neun
Beschäftigten gegeben habe, wollte er über die Lage nicht klagen. Sechs Leute
gehören zur Firma, seit kurzem ein über 55-Jähriger. Nicht nur wegen der
besonderen Förderung sei der eingestellt worden - ein Mann mit Erfahrung mache
sich auf Baustellen ganz gut.Gut laufen nach der Umstrukturierung wieder die
Geschäfte bei der Inuma Aschara, ein Unternehmen der Adib-Firmengruppe.
Werkleiter Rainer Simon erläuterte den Besuchern den neuesten Auftrag: Ein
3-Seiten-Kippanhänger für die Gothaer Firma Schmitz. 150 bis 200 Stück will die
Inuma im Jahr produzieren. Komplett, einzige Ausnahme: die Reifen. 500 000 Euro
wurden investiert und die Mitarbeiter intensiv auf die neue Aufgabe vorbereitet.
20 Prozent der Aufträge machen die neuen Hänger aus. Schwerpunkt mit 80 Prozent
bleibt aber die Technik für den Pflanzenschutz, schilderte Simon. Matthias
SCHENKE
Thüringer Allgemeine vom 18.08.2005
Neues Konzept und weniger Routine
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Auch beim
Gewerbefest in Aschara. Zum ersten Mal öffnen sich die Veranstalter in diesem
Jahr auch Ausstellern, die nicht aus Bad Langensalzas Südgemeinden und Tonna
kommen. Die elfte Auflage der Leistungsschau findet wieder am zweiten
Septemberwochenende, also vom 9. bis 11., im Gewerbegebiet statt.
ASCHARA. Dass sich nach zehn Jahren eine gewisse Routine einschleicht, diese
Erfahrung haben auch die Organisatoren der Gewerbeschau in Aschara gemacht.
Ernsthaft habe man im vorigen Jahr überlegt, eine Pause einzulegen und die
Veranstaltung nur noch alle zwei Jahre anzubieten. Das sagten Jürgen Werner und
Jane Croll, bei denen die Fäden der Vorbereitung zusammenlaufen. Ganz vom Tisch
sei die Idee noch nicht. In diesem Jahr werde sie allerdings noch nicht
verwirklicht: Vom 9. bis zum 11. September wird wieder ins Gewerbegebiet
eingeladen.Neu ist das Konzept. Nicht mehr ausschließlich Firmen aus Bad
Langensalzas Süden und dem benachbarten Tonna haben das Vorrecht der
Präsentation. Offen sind die Veranstalter auch für andere Firmen aus der
Umgebung, die sich und ihre Erzeugnisse vorstellen wollen. Das habe auch damit
zu tun, dass einige Stammgäste unter den Firmen in diesem Jahr aus verschiedenen
Gründen nicht kommen können, begründete Werner. In seinem Baugeschäft (Tel.
03603/82 470) könnten interessierte Gewerbetreibende Einzelheiten zu den
Modalitäten erfahren. Dass Aschara eine gute Adresse ist, das belegten Werner
und Croll mit Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. In dieser Form ist es die
einzige Messe in der Region, die überlebt hat. Die Gäste haben freien Eintritt.
Ausschließlich die Aussteller finanzieren die rund 10 000 Euro teure
Ausstellung. Beim Programm wird darauf Wert gelegt, dass alle Altersgruppen sich
wohl fühlen. Unter anderem Disko, Volksmusik, Tanzabend und jede Menge
Belustigungen für die Kinder zählte Frau Croll für dieses Jahr auf. Für Händler
und Unternehmer sei es eine gute Gelegenheit, mit den Kunden ins Gespräch zu
kommen. Daraus entwickelten sich dann die Geschäfte. Manchmal direkt auf der
Messe, öfter aber erst im Nachhinein. Matthias SCHENKE
Thüringer Allgemeine vom 17.08.2005
Von der Spinnerei bis zum
Konzept
Ascharaer Dorfverein lockte Gäste aus nah und fern zu
seinem Sommerfest
Egal ob unterm Pavillon, dem Schirm oder der
wasserdichten Jacke: Der Regen konnte am Sonntagnachmittag in Aschara keinen vom
Schunkeln und Mitklatschen abhaltem.
ASCHARA. (ak). Erstmals hatte der Dorfverein "Am
Weißbach" zum Sommerfest auf die idyllische, von hohen Bä
men gesäumte Festwiese neben dem Bürgerhaus
eingeladen. Jede Menge Platz für die Freilichtbühne, Tische und Bänke zum
gemühtlichen Beisammensein gab es. Der war auch nötig, brachten doch neben "Dick
und Durstig" aus Behringen die "Originellen Kastelruther Spatzen" aus Hohenebra
das Publikum in Stimmung. Obwohl der Saal als Unterschlupf bei schlechtem Wetter
zur Verfügung stand, hielten die Organisatoren bis zuletzt an der
Open-Air-Variante fest - die richtige Entscheidung, wie Vereinsmittglied Volkmar
Winter zufrieden feststellte. "Und das, obwohl wir Laien auf dem Gebiet einer
solchen Veranstaltung waren."
Zwar wurde bereits in den Vorjahren jeden Sommer ein
Fest auf die Beine gestellt, die Feiern blieben aber eher dorfintern. erstmalig
wurde nun die Werbetrommel auch überregional gerührt. Entstanden sei die Idee
Anfang des Jahres bei einer Bierrunde. Es folgten regelmäßige Treffen in
Arbeitsgruppen. Stück für Stück wurde aus der anfänglichen "Spinnerei" ein
solides Konzert. "Das funktioniert aber nur, weil hinter uns 10 Aktiven eine
ganze Reihe von Helfern standen", sagte Gertraude Winter, eine der
Hauptorganisatorinnen. So kümmerte sich der Feuerwehrverein um Sicherheit und
ausreichend Parkplätze. Die Kirmesgesellschaft übernahm den Kartenverkauf. Hinzu
kam die Unterstützung des Gewerbevereins, ortsansässiger Firmen und ein
finanzieller Zuschuss der Stadt Bad Langensalza. Nicht zuletzt sorgten regionale
Unternehmen dafür, dass vom Kuchen bis zur Tontechnik kein Wunsch offen blieb.
Gerüstet mit soviel organisatorischen Talent, sehen die Aktiven des Ortsvereins
bereits dem nächsten Höhepunkt entgegen: dem Gewerbefest am zweiten
Septemberwochenende.
Thüringer Allgemeine vom 10.08.2005
Chance für junge Leute
ASCHARA. Seit elf Jahren gehört das Ausbilden
künftiger Versicherungskaufleute im Finanz- und Versicherungskontor von Ingo
Winterberg zum Alltag. Mit Blick auf die komplizierte Lehrstellensituation gab
er in diesem Jahr gar zwei Lehrlingen eine Chance. Derzeit sind von seinen zehn
Mitarbeitern vier "Azubis". In der Nähe von Bad Langensalzas Marktkirche und in
Jena unterhält er seine Büros. Dort sind Klienten willkommen, die auf der Suche
nach einer Baufinanzierung, nach der maßgeschneiderten Versicherung für sich
oder ihr Geschäft sind oder aber ihr Erspartes sinnvoll anlegen wollen. Um die
3000 Kunden werden alles in allem betreut. Vor allem von jungen Leuten. "Weil
ich eine politische Verantwortung hab, ist meine Maxime, jungen Leuten eine
Chance zu geben", sagt Winterberg mit Blick auf ihre Ausbildung.Eine solche
Chance gab´s dereinst auch für den jungen Geologen. Mit der DDR war auch ihr
Bergbau zusammengebrochen. "Irgendwas muss man ja machen und Geld verdienen",
blickt er zurück. Damals hatte er sich neu orientiert, seinen Abschluss zunächst
als Versicherungskaufmann, dann als Finanzkaufmann gemacht. Vor 15 Jahren hatte
er seine Firma gegründet, agierte als ihr einziger Mitarbeiter aus seinem
Wohnzimmer-Büro. Heute läuft das Geschäft in zwei Büros. Das in Jena übrigens
wird geleitet von einem einstigen Lehrling. Zehn Mitarbeiter, darunter vier
Auszubildende, kümmern um die Kunden.

"AZUBI"-NEST: Firmenchef und Lehrherr
Ingo Winterberg mit seinen
Lehrlingen Florian Hoffmann (l.),
Diana Lifferth und Rebecca Treyse.
"Ich lege großen Wert darauf, dass man diesen Beruf erlernt", sagt Ingo
Winterberg. "Wenn auch der Verbraucher drauf achtet, bei Gelernten
abzuschließen, gäbe es weniger Unzufriedenheit mit der gesamten Branche." Von
den Bewerbern erwartet er das Abitur. Sie lernen bei ihm
Versicherungsbedingungen und abstraktes Denken, machen dabei einen Abstecher ins
Versicherungsvertragsgesetz und ins Bürgerliche Gesetzbuch. Sie verfolgen mit,
wie an Ort und Stelle Schäden reguliert werden. Erhalten dabei ein Gefühl für
Preise. Sie erleben, wie Verträge abgeschlossen werden, von der Aufnahme aller
Fakten bis zur Ausfertigung der Police. Und sie lernen, was eine Aktie vom fest
verzinslichen Wertpapier unterscheidet.
Im Berufsverband der Versicherungskaufleute engagiert sich Winterberg für die
Gestaltung der Ausbildungsrichtlinien. Seine Vision ist, dass sein Beruf "eines
Tages wie in Frankreich gleichgestellt wird dem des Anwalts oder des Notars."
Habe einer ein Versicherungsproblem, müsse er zum Fachmann gehen. "Das vertrete
ich gegenüber meinen Kunden. Dann muss ich aber auch ausbilden", sagt ihm die
eigene Logik.
Freilich gehöre schon Idealismus dazu, sagt er. Doch: "Um so mehr Leute sich für
eine solche Ausbildungsstelle entscheiden, um so mehr Stellen muss es geben."
Und vielleicht empfinden seine Lehrlinge eines Tages wie er, der von sich sagt:
"Ich bin mit Leib und Blut Versicherungskaufmann, sonst würde ich nicht täglich
zwölf Stunden hier arbeiten."
Monika ZOLLVER
Thüringer Allgemeine vom 17.08.2005
Zu kurzfristige Einladung
ASCHARA (ske). Dass man am Kindergarten "Zum
Wasserfloh" jetzt sicher aus dem Auto ein- und aussteigen kann, darüber freut
sich auch der Ortschaftsrat. Für den bedauert Ingo Winterberg, dass keiner von
diesem Gremium zur Eröffnung des Parkplatzes kommen konnte. Urlaub, Arbeit und
die zu kurzfristige Einladung führte Winterberg als Gründe an. Er erinnerte aber
daran, dass gerade der Ortschaftsrat das Vorhaben unterstützt habe. So sei von
dort in einer eigens einberufenen Sitzung der Vorschlag gekommen, das Schicksal
der Bäume am Kindergarten von einem Gutachten abhängig zu machen. Proteste der
Ascharaer waren vorausgegangen. Die wollten nicht einsehen, dass die Bäume für
den Umbau gefällt werden mussten.
Thüringer Allgemeine vom 04.08.2005
Mehr Sicherheit für kleine
Wasserflöhe

Danke: Ascharas Mädchen und Jungen waren gestern guter Dinge, als
vor dem Kinder-
garten ein neuer Parkplatz und eine Haltbucht übergeben wurden.
ASCHARA (ske). Einfach war es nicht, geglückt ist es letztlich doch: Der
Thepra-Kindergarten "Zum Wasserfloh" hat jetzt drei Parkplätze und eine
Haltebucht, in der die Kleinen aus den Autos von Mutti und Vati sicher ein-
und aussteigen können. 57 Mädchen und Jungen werden betreut, nicht nur aus
Aschara, auch aus Illeben, Eckardtsleben, Henningsleben und Wiegleben. Und
die können eben nicht zu Fuß kommen. Gestern wurde das 12 000-Euro-Projekt
übergeben, mit einem netten Programm der Steppkes. Eigens für den Tag wurde
dafür auch ein Lied komponiert. Der Klassiker vom "Wasserfloh" wurde deshalb
freilich nicht vergessen. Dass es nicht einfach war, die Ascharaer zu
überzeugen, für den Parkplatz zwei Bäume zu fällen, daran erinnerte
Thepra-Geschäftsführer Falko Albrecht. Ein Gutachten habe aber gezeigt, dass
die Linde krank gewesen sei. Zwölf neue Bäume werden in Herbst in der
Gemarkung gepflanzt, 4500 Euro wird die Thepra dafür ausgeben. Verlassen
könnten sich die Ascharaer darauf hundertprozentig. Mit einem Beschluss des
Bad Langensalzaer Stadtrats wurden der Organisation im Übrigen jetzt Gebäude
und Grundstück übertragen, was bei Projekten wie dem Parkplatz oder dem
geplanten Ausbau eines Teils des Obergeschosses die Behördenwege
vereinfache, erläuterte Albrecht. Dass gestern niemand vom Ascharaer
Ortschaftsrat zur Einweihung gekommen war, das steckte der Geschäftsführer
weg: "Sicher haben die Abgeordneten wichtigere Termine."